SUNSET BOULEVARD - Staatstheater Cottbus

K.S.: Dieses Stück stand lange auf meiner Wunschliste. Am Staatstheater Cottbus konnte ich es zusammen mit der Ausstatterin Barbara Krott, dem musikalischen Leiter Alexander Merzyn und dem Choreographen Mario Mariano erstmals verwirklichen. Bis auf Isabel Dörfler als "Norma Desmond" waren alle Rollen aus dem Opernensemble besetzt, mit insgesamt 52 Darsteller/-innen und 42 Orchestermusikern eine Produktion von beachtlicher Größe.

PRESSE:

Großer Gesang zwischen Glamour und Angst
Opulenz, Tempo, neue Bilder – so könnte man Klaus Seifferts Erfolgsrezept zusammenfassen. ...
Das Stück hat einen kleinen Kick bekommen, der es wieder spannend macht....
Künstlichkeit wird vermieden, die Gesangsnummern wirken nicht aufgepfropft, sondern ergeben sich ganz natürlich aus der Situation.
... Und auch Isabel Dörfler als Norma überzeugt. Sie ist nicht mehr ganz jung, aber sie hat eine große strahlende Stimme, genau passend für die Rolle. Schon wie sie bei ihrem ersten Auftritt die Treppe hinunter kommt, das sagt alles – jede Bewegung ist eine große Stummfilmgeste, jeder Wimpernaufschlag ist kalkuliert - wirklich wunderbar. Erst später wird klar, dass hinter dieser Fassade die nackte Angst steckt – die Angst von den Studios und ihrem Publikum vergessen worden zu sein. Klaus Seiffert macht in seiner Inszenierung diese Doppelbödigkeit klar. Glamour und Angst sind bei ihm zwei Seiten einer Medaille. Die Handlung drängt vorwärts, eine emotionale Achterbahnfahrt beginnt – garniert mit mitreißenden, glänzend gesungenen Songs. Ein durch und durch empfehlenswerter Musical-Abend in Cottbus.
(Oliver Kranz, kulturradio vom rbb)

Divenhafter Wahnwitz in der Traumfabrik
Bei der Premiere des Musicals ... gibt es im großen Haus des Staatstheaters minutenlangen Jubel und stehende Ovationen. ... Eindrucksvoll, wie Isabel Dörfler die wahnwitzige Diva Norma Desmond im Blut hat. ... Aus einem ohnehin sehr starken Sänger- und Schauspielerensemble ragt auch Hardy Brachmann heraus, der den erfolglosen Drehbuchautor Joe Gillis spielt. ... Dieser Premierenabend mit hervorragender Besetzung lebt zudem vom Tempo und vom Timing. Regisseur Klaus Seiffert inszeniert das Musical als rasantes Hollywood-Drama. Wenn sich die Showtreppe dreht, wird sie mal zum Paramount-Filmstudio, mal zur Stammkneipe der träumenden Jungspunde von Hollywood, mal zum Wohnzimmer der Villa. An den aufgekratzten Chorszenen ... kann man sich nicht sattsehen.
(Rüdiger Hofmann, Lausitzer Rundschau)

Normas Wahnsinnserfolg in Cottbus
Das große Staatstheater in Cottbus liegt für die Berliner nicht so weit entfernt, wo ihnen wunderbare Operette und Musical im Repertoire gezeigt wird, was es so in Berlin nur minimal gibt. Dazu hat Cottbus seit Jahren immer wieder erfolgreiche Produktionen kreiert und holt versierte Regisseure.
Regisseur Klaus Seiffert, der selbst momentan Solist in „Ghost“ in Berlin ist und erneut in Cottbus inszeniert, findet immer wieder viele Spielmöglichkeiten für das interessierte Ensemble. ... Das Staatsorchester hat neben den Liedern auch die vielen musikalischen Untermalungen zu leisten, was alles auf hohem Niveau geschieht. Gerade einmal die Webber-Melodien mit großem Live-Orchester hören, hat schon seinen Wert. Die 6 Tänzer*innen ergänzen das gemischte Ensemble und bereichern es. Dazu hat Choreograph Mario Mariano schlaue Akzente gesetzt und in der Gewittermusik kurz vorm Ende wird Joes innerer Konflikt zwischen den zwei Frauen von drei Tänzer*innen getanzt.
(Frank Wesner, "Alleseintheater")

 

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